Reha Steglitz

Iingrid krumikm Rahmen der Jahrestagung des Paritätischen Landesverbandes im Mai dieses Jahres wurde Ingrid Krumik die Paritätische Ehrennadel in Silber verliehen.

Ingrid Krumik engagiert sich seit 17 Jahren als Expertin aus Erfahrung mit großem Einsatz für die Interessen von Stimmenhörer/innen.

Sie leitete eine Trialoggruppe in Reinickendorf, war Gründungsmitglied des InklusionNetzwerkNeukölln (INN), engagierte sich bei Bipolaris e.V. und beim Landesverband Angehörige Psychisch Kranker Berlin e.V..

Darüber hinaus ist sie EX-IN Genesungsbegleiterin, engagiert sich beim Netzwerk Stimmenhören e.V. und hält Vorträge auf Fachtagungen. In Gremien vertritt sie die Interessen von Stimmenhörer/innen und versucht, positive Änderungen zum Wohl der Betroffenen herbeizuführen.

Im Tageszentrum in der Albrechtstraße leitet sie seit vielen Jahren die offene Psychosegruppe an.
Sie hat immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Gruppenmitglieder und sorgt dafür, dass die Gruppe ein Ort zum lebendigen Austausch und gegenseitiger Unterstützung wird.

Reha-Steglitz gGmbH gratuliert ganz herzlich zu der verdienten Auszeichnung.

 

ehrung holger kuehne 3

Für sein 30jähriges ehrenamtliches Engagement für die Verbesserung der Lebenssituation psychisch kranker Menschen wurde Holger Kühne vom Paritätischen Wohlfahrtsverband mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Der Paritätische überreichte ihm und 3 weiteren Ehrenamtlichen die Auszeichnung beim Jahresempfang am 22. Mai 2013 vor rund 350 Gästen im Umweltforum Auferstehungskirche.

Anfang der 1980er Jahre gehörte Holger Kühne zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zur Förderung von beruflicher und sozialer Rehabilitation e.V. (Reha-Steglitz e.V.). Er hat die Entwicklung der ersten Einrichtungen für chronisch psychisch kranke Menschen, die der Verein konzipiert und aufgebaut hat, begleitet und gefördert. Seit 2002 ist er ununterbrochen ehrenamtliches Mitglied des Vorstands und 1. Vorsitzender. 

 

Der Barmer-Krankenhausreport 2011 präsentiert alarmierende Zahlen!
Um 129 Prozent ist die Zahl der wegen psychischen Störungen im Krankenhaus aufgenommenen in den letzten 20 Jahren gestiegen. Bei den Patienten, die speziell wegen Depressionen oder anderer affektiver Erkrankungen in die Klinik mussten, stieg die Zahl seit dem Jahr 2000 um 117 Prozent.
Die stationäre Behandlungsdauer wurde von 45 auf 31 Tage gesenkt. Unverhältnismäßig niedrig, im Vergleich zu anderen stationär behandelten Erkrankungen, ist die Zahl der Patienten, die sich ein Jahr nach Klinikaufenthalt gut fühlten. Die Wahrscheinlichkeit erneut im Krankenhaus behandelt werden zu müssen, ist dagegen erschreckend hoch. Fast ein Drittel der Patienten wird innerhalb von 30 Tagen nach Entlassung, knapp die Hälfte der Patienten in den ersten drei Monaten erneut stationär behandelt.
Insgesamt sind es 30 Prozent, die innerhalb der ersten 2 Jahre nach Krankenhausaufenthalt wieder aufgenommen werden.
Nur eine Stärkung der ambulanten Versorgungsstrukturen und die Optimierung der Patientenüberleitung aus der Klinik heraus kann diesen Trend stoppen.


Quellen:
Barmer GEK Report Krankenhaus 2011
Pressemitteilungen

Nun scheint das Thema "Pflegekräftemangel" endgültig auch in der Öffentlichkeit angekommen zu sein!
Presse und Politik überschlagen sich in Headlines und mit Statements. 30 000 Pflegekräfte fehlten, sagt der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste bpa und alle staunen.
Als hätten wir es nicht schon lange und wiederholt gesagt! 
Jahr für Jahr verschärft sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Fachkräfte in der Kranken- und Altenpflege sind kaum noch zu finden und inzwischen sind auch weniger qualifizierte Pflegekräfte rar.
Für die ambulanten Pflegedienste ist die Situation besonders dramatisch. Auf Grund des Fachkräftemangels haben erste Pflegedienste ihre Leistungen in der häuslichen Krankenpflege nach SGB V eingestellt. Aber auch bei den Leistungen der Pflegeversicherung SGB XI werden die Kapazitäten knapp.
Pflegekräfte arbeiten seit Jahren an der Grenze ihrer Belastbarkeit, stehen unter ständigem Zeitdruck, werden zu häufig in ihrem beruflichen Selbstverständnis frustriert, sind schlecht bezahlt und mittlerweile zu mehr als 50% in und mit ihrem Beruf unzufrieden.
Die Gefahr ist groß, dass Mitarbeiter weiterhin in Scharen aus den Pflegeberufen abwandern.
Angesichts eines rasant wachsenden Pflegebedarfs und der bekannten demografischen Entwicklung ist das ein erschreckendes Szenarium. Was ist zu tun?
Neben der Diskussion um die verbesserte Ausbildung und um die Anwerbung ausländischer Fachkräfte, braucht es zu allererst schnelle Maßnahmen, um ein weiteres Abwandern aus dem Pflegeberuf zu verhindern. Will man die Pflegekräfte halten, muss man ihnen die notwendige Wertschätzung in Form von Anerkennung, guten Arbeitsbedingungen und angemessener Bezahlung zukommen lassen.
Hier sind die Politik und in erster Linie die Kostenträger gefordert, den Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen durch auskömmliche Entgelte die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen.

In Trauer nehmen wir Abschied von Charlotte Kupke, die am 1. Mai 2011 im Alter von 64 Jahren in Koblenz verstarb.
Von 1988 bis 2000 hat Charlotte als therapeutische Leiterin und Geschäftsführerin in unserer Firma gewirkt.

Erste psychiatrische Beruferfahrung hat Charlotte nach ihrem Psychologiestudium in der stationären psychiatrischen Versorgung in der Klinik Havelhöhe gesammelt. Im Rahmen des Modellprogramms hat sie dann von 1982 bis 1985 bei dem Träger „Prowo Kreuzberg“ therapeutische Wohngemeinschaften aufgebaut und betreut. Für die Senatsverwaltung hat sie außerdem an einer Bestandsaufnahme über Therapeutische Wohngemeinschaften und Betreutes Einzelwohnen mitgewirkt. Die darin erarbeiteten Resultate und Verbesserungsvorschläge haben die fachliche Diskussion und die qualitative Weiterentwicklung der Wohnbetreuung psychisch kranker Menschen beflügelt.

Im Jahr 1988 kam sie als erste Geschäftsführerin zu Reha-Steglitz und beendete damit das kreative Chaos, in dem die bis dahin wenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiteten und unter dem sie zunehmend litten. In ihren 12 Jahren bei Reha-Steglitz hat sie viel Neues angeschoben und aufgebaut und die Betreuungsarbeit inhaltlich weiter entwickelt. Die Kontakt- und Beratungsstelle entstand, Zuverdienst wurde entwickelt und 15 Jahre nachdem sie in Havelhöhe ihre berufliche Karriere startete, hat sie als Mitarbeiterin von Reha-Steglitz im Rahmen der „Enthospitalisierung“, die Wiederbeheimatung von 19 psychiatrischen Langzeitpatienten eben dieser Klink, vorbereitet und mit durchgeführt. Das sind und können nur einige wenige Spotlights auf ihr Schaffen sein. Neben dem war sie immer die einfühlsame und verständnisvolle Vorgesetzte, Kollegin und Therapeutin, die sich immer „auf Augenhöhe“ mit Mitarbeitern und mit Klienten befand. Mit Ruhe und mit Kraft hat sie sich immer dafür eingesetzt nicht nur Besseres, sondern das Beste für psychisch kranke Menschen zu erreichen.

Aus gesundheitlichen Gründen verließ sie im Jahr 2000 unseren Träger und aus privaten Gründen verließ sie Berlin in Richtung Koblenz.

Ihr Herz war groß, aber auch geschwächt durch die Erkrankung. Jetzt hat es ihr den Dienst versagt.
Wir sind traurig und werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

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