Reha Steglitz

Informationen aus und von Reha-Steglitz

In Arbeitsgemeinschaften, Besprechungen und Versammlungen im gemeindepsychiatrischen Feld, wurden immer wieder unzufriedene Stimmen von Betroffenen und Profis zur aktuellen Umgehensweise bzw. Behandlungspraxis in Berlin laut. Es tauchten Fragen auf: Was bedeutet psychisch krank sein in Berlin? Wie gestaltet sich die „Deutungshoheit“ was oder wer psychisch krank ist? Sind wir zufrieden mit der Entwicklung der Versorgungslage psychisch beeinträchtigter Menschen in unserer Landschaft?
Es existieren einerseits immer noch Lücken im Versorgungssystem und andererseits nimmt die Angst der Betroffenen, nicht adäquat behandelt zu werden, immer mehr zu. Die veränderte Gesetzeslage mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) bringt neue Anforderungen an alle Beteiligten mit sich. Viele Detailfragen sind ungeklärt und nach nunmehr über 40 Jahren Sozialpsychiatrie-Geschichte in Deutschland schien es den Initiatoren an der Zeit, sich öffentlich über die bisherige und anstehende zukünftige Entwicklung laut Gedanken zu machen.
Entstanden ist das Berliner Manifest, als Fazit eines Resumés der vergangenen Jahre, ein Forderungskatalog hinsichtlich noch zu verändernder bzw. zu entwickelnder Aspekte/Leistungsangebote/Einrichtungen/Umgehensweisen.
Nach Fertigstellung wird das Manifest als Diskussionsgrundlage für Profis, Betroffenen und Personen aus der Politik Szene dienen.

Am 30.08.2019 haben verschiedene Organisationen zu einer Veranstaltung zum Gedenken an die „Euthanasie“-Morde in die Berliner Philharmonie eingeladen. Einen Bericht und Bilder zu der Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link.

https://www.stiftung-denkmal.de/veranstaltungen/veranstaltungsberichte/detail/article/fuenf-jahre-gedenk-und-informationsort-fuer-die-opfer-der-nationalsozialistischen-euthanasie-morde-1.html

 

Reha Steglitz Logo RGB pos S

Der Gründungsimpuls von Reha-Steglitz vor mehr als 35 Jahren war die Organisation der täglichen Betreuung und die Bereitstellung von tagesstrukturierenden Angeboten für psychisch kranke Menschen.
Seitdem hat sich viel getan, neue Angebote wurden entwickelt, viel wurde verändert. 
Und wir befinden uns weiterhin im Veränderungsprozess:
Die Neustrukturierung der Betreuung durch das BTHG wird in den kommenden Jahren eine Neusortierung unserer Angebote nötig machen.
Die schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt macht es nötig, unsere Besonderheiten und Merkmale deutlich nach außen zu tragen, sichtbar und präsent zu sein.
Der Generationenwechsel in unserer Organisation aber auch im Umfeld unserer Aktivitäten wird in den kommenden Jahren neue Impulse bringen, aber auch neue Impulse notwendig machen.
Weil wir um diese Veränderungen wissen, haben wir unsere Kommunikation und unseren eigenen Auftritt nach außen wie nach innen auf den Prüfstand gestellt. Und wir haben uns entschieden, das Erscheinungsbild unserer Dynamik und dem Innovationsgeist anzupassen. Dabei war es uns wichtig, dass sich das alte Reha-Steglitz, das was uns ausmacht, unsere Geschichte, unsere Verwurzelung, in dem neuen Erscheinungsbild wiederfinden.
Herausgekommen ist eine Lösung, die eine Weiterentwicklung ist anstatt eines Neuanfangs. Genau so wie wir uns auch sehen. Wir haben die Farbe beibehalten, aber etwas aufgefrischt.
Wir haben die Form des Baumes wieder aufgegriffen. Wir haben eine dynamische Form gewonnen, die in durch den Unterstrich in die Zukunft weist und mit der sich spielen lässt.
Und wir greifen in der Form der stilisierten 9, die neun Lebensbereiche auf, die heute die Grundlage für die Hilfebedarfsermittlung und Hilfegewährung unserer Klientel sind.
Auch bei dem neuen Erscheinungsbild bleiben wir Tradition treu, die gleichermaßen Bewahrung und Veränderung pflegt.

 

kritischer Trialog

Diesen Trialog gestaltet das Berliner Kooperationsnetzwerk Kritischer Umgang mit Psychopharmaka. An jedem 2. Montag im Monat um 17:00h treffen sich zu festgelegten Themen interessierte Menschen zum Austausch. Die Themen sind trialogisch vorbereitet und veröffentlicht im Programmflyer.

Die Abende sind spannend, da viele subjektive Erlebnisschilderungen und kritische Positionen zur Sprache kommen.
In der Regel verlaufen die Abende sehr diszipliniert. Es gibt eine Rednerliste, die abgearbeitet wird. Es wird sehr respektvoll miteinander um- und aufeinander eingegangen bzw. unterschiedliche Positionen werden als subjektive Sichtweisen neben einander stehen gelassen. Das macht einen großen Teil der angenehmen Atmosphäre aus, denn es gibt kein „Richtig oder Falsch“ und alle sind gleichberechtigt.

Während einer kurzen Pause, bei kleinen Snacks und Getränken tauscht man sich noch über Details zu dem jeweiligen Thema oder zu weiterführenden Sichtweisen aus. Danach geht es im Thema weiter!

Der Kritische Trialog findet 2019 und auch im kommenden Jahr in der Schiller-Bibliothek in der Müllerstrasse 149 in 13353 Berlin statt.

Es gibt keine Anmeldung, jede und jeder ist willkommen!.

 

 

Es gibt derzeit viele Betrüger, die geflüchteten Menschen Hilfe und Unterstützung versprechen und deren Not in betrügerischer Absicht ausnutzen.
Sie machen Menschen Hoffnungen auf Wohnungen, ärztliche Hilfe, anwaltliche Unterstützung usw. und kassieren dafür Geld ohne Quittungen oder offizielle Unterlagen.
Es handelt sich auch um arabisch oder Farsi sprechende Menschen, die sich nicht ausweisen. Sie sprechen von Kautionen und Provisionen, von Vorschüssen auf ärztliche Leistungen usw. Es sind auch gefälschte Mietverträge im Umlauf, und es werden zum Teil Wohnungen versprochen, die gar nicht existieren oder nicht verfügbar sind.

Seien Sie vorsichtig!!

  • Leisten Sie niemals Barzahlungen! Überweisen Sie Gelder immer nur auf Konten offizieller Institutionen wie Hausverwaltungen usw.
  • Mieten, Provisionen oder Kautionen werden nach Unterzeichnung des Mietvertrages auf das Konto des Vermieters überwiesen.
  • Unterschreiben Sie keine Papiere, die Sie nicht vollständig verstanden haben.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an Beratungsstellen, Anwälte usw.
  • Wenn Sie bereits eine Zahlung geleistet haben, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen: Wenden Sie sich an die Kriminalpolizei! Wir unterstützen Sie dabei.

Warnung vor Betrügern Seite 3

 

Warnung vor Betrügern Seite 4

Zum Seitenanfang